Informationen zum Werdegang
    Dr. rer.nat. Mathias Deutsch, M. A.


  • geboren im Juli 1965 in Nordhausen


  • 1972 – 1980 Polytechnische Oberschule in Nordhausen


  • 1980 – 1984 Erweiterte Oberschule in Nordhausen, Abitur


  • 1984 – 1988 Armeedienst in Löbau und Mühlhausen


  • 1988 – 1994 Studium der Geschichte, Historischen Hilfswissenschaften und Prähistorischen Archäologie in Halle/Saale (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Magister Artium


  • seit April 1994 wissenschaftlicher Mitarbeiter in verschiedenen Forschungsprojekten an den Universitäten Halle-Wittenberg, Erfurt, Göttingen und Cottbus


  • seit März 1997 Lehraufträge, u. a. an den Universitäten Erfurt und Göttingen sowie an der Bauhaus-Universität Weimar


  • März 2007 Promotion (Dr. rer. nat.) an der Georg-August-Universität Göttingen


  • Mai 2008 bis Mai 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (DFG-Projekt, Erschließung der Weikinn`schen Quellensammlung zur Witterungsgeschichte Mitteleuropas, Projektlaufzeit: Mai 2008 bis Mai 2011) weitere Informationen hier


  • seit Mai 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geographischen Institut der Universität Göttingen
    (Projekt gemeinsam mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde Koblenz, Wegweiser zum Studium hydrologischer Extremereignisse an der Elbe und Oder)


    Arbeitsschwerpunkte
  • historische Hochwasserereignisse und Hochwasserschutzmaßnahmen (ca. 1500 bis ca. 1950) im Gebiet der heutigen Bundesländer Thüringen, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt


  • Integration wasserbaulich/ wasserwirtschaftlich relevanter Altunterlagen in aktuelle Projekte bzw. Bauvorhaben


  • Geschichte des Wasserbaus, insbesondere Analyse wasserbaulicher Eingriffe in Fließgewässer und Auen (ca. 1700 bis um 1950)


  • Untersuchungen zur Klimageschichte Deutschlands


  • Forschungen zur Geschichte der Meteorologie

    AG "Historische Hochwasser/ Historischer Hochwasserschutz"
    Seit 1995 wurden in Erfurt (Universität, FG Geographie, Physische Geographie), in enger Zusammenarbeit mit dem Geographischen Institut der Universität Göttingen ( Prof.Dr. K.-H. Pörtge, Prof. Dr. K.T.Rost), Forschungen zu historischen Hochwasserereignissen sowie zu Maßnahmen des historischen Hochwasserschutzes (ca. 1500 bis um 1960) durchgeführt.
    Mit Schließung des FG Geographie der Universität Erfurt zum 30.09.05 wechselte die AG "Historische Hochwasser/ Historischer Hochwasserschutz" zur Universität Göttingen.
    Grundlage der vorwiegend auf die Fließgewässer der heutigen Bundesländer Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt (zu Thüringen und Sachsen s. auch DWA Landesverband Sachsen/ Thüringen) orientierten Arbeiten bilden nach wie vor sehr umfangreiche Quellen- bzw. Datenrecherchen in über 40 Archiven und Forschungsbibliotheken Mitteldeutschlands. So werden beispielsweise folgende Unterlagen erfasst:

  • ausführliche Hochwasserberichte von Augenzeugen in Stadt- und Kirchenchroniken ab 1500,


  • Akten betreffend den Bau und den Betrieb von Hochwasserschutzanlagen ab ca. 1720,


  • Akten betreffend wasserbauliche Anlagen (Wehre, Schleusen, Düker, Deiche etc.) ab ca. 1800,


  • Listen und/ oder Protokolle örtlicher Verwaltungsorgane, in denen lokale Hochwasserschäden bzw. Verluste genau verzeichnet wurden,


  • historische Überschwemmungskarten ab 1784,


  • Anweisungen zur Anbringung von Hochwassermarken ab 1824,


  • Karten/ Pläne/ Skizzen zu besonderen Hochwasserschäden an Bauwerken (z. B. an Brücken, Mühlen, Wehren und Deichanlagen) ab ca. 1700,


  • historische Pegellisten ab ca. 1816 (in Einzelfällen mit Angaben/ Karten zur Lage des Pegelnullpunktes und zum Zustand des Gerinnes in der Nähe der Messpunkte),


  • historische Hochwasserabbildungen bzw. Hochwasserfotos ab 1613 bzw. 1871,


  • Akten betreffend Maßnahmen staatlicher Behörden zum Hochwasserschutz und zur Hochwasserwarnung ab ca. 1700,


  • Akten betreffend Unterstützungsmaßnahmen für Hochwasseropfer ab ca. 1700.